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Mitesser entfernen: Einfache Tricks, um Mitesser loszuwerden

Mitesser oder auch Komedonen (Komedos) sind oft die Vorstufe eines noch viel größeren Übels: von Pickeln und Akne. Doch bereits diese kleinen schwärzlichen Pünktchen wirken recht ungepflegt. Kein Wunder, dass Betroffene die Mitesser schnell loswerden wollen.

Doch was sind Mitesser eigentlich? Wie entstehen sie und wie lassen sie sich entfernen? 

Bei einem Mitesser (Komedo, lat. comedere für „essen“ oder „mitessen“) handelt es sich um einen fettigen Pfropf mit schwärzlicher Färbung. Dieser Pfropf verschließt die Öffnung einer Talgdrüse in der Haut.

Abzugrenzen sind Komedonen von den so genannten Sebaceous Filaments. Hierbei handelt es sich um in den Poren vorkommende Talgfäden, die bei jedem Menschen vorkommen. Sebaceous Filaments sind eine Art feine Härchen, welche aus den Poren Öle ziehen und so die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit sicherstellen. Sie wirken also wie eine hauteigene Feuchtigkeitscreme. Die Poren produzieren ständig Talg, welcher von den feinen Härchen bis zur Oberfläche der Haut transportier wird. Es entstehen dabei hin und wieder kleine Pünktchen, die den Mitessern ähneln.

Wo zeigen sich Mitesser?

Das größte Organ des Menschen ist die Haut. Sie hat zahlreiche wichtige Funktionen inne und „beherbergt“ Schweiß- und Talgdrüsen, Haarfolikel, Blutgefäße und Nervenenden sowie eine Vielzahl an wichtigen Rezeptoren. Die Haut ist der Schutz für den Körper vor schädlichen Einflüssen. Mit Hilfe von Sonnenlicht kann sie Vitamin D selbst produzieren und zudem trägt sie zur Regulierung des Wärmehaushalts bei. Eine Absonderung von bestimmten Substanzen erfolgt über die Schweißdrüsen.

Eine reine und glatte Haut ist das Zeichen für Gesundheit und auch Schönheit. Bilden sich aber Mitesser, deutet das auf ein Ungleichgewicht im Organismus hin. Dabei treten Mitesser vorrangig in der so genannten T-Zone, also an Stirn sowie Nase und Kinn auf. Bei Betroffenen mit sehr fettiger Haut sind Komedonen oft im ganzen Gesicht zu finden.

Wie entstehen Mitesser

Wenn Mitesser und später Pickel entstehen, dann hat das verschiedene Ursachen. Zunächst spielen die Talgdrüsen eine Rolle, die in der Lederhaut verankert sind. Ausgestattet sind sie mit zahlreichen Rezeptoren für verschiedenste Hormone (z. B. Geschlechtshormone). Im Organismus kreisen aber noch viele weitere Botenstoffe umher.

Wenn nun die Talgdrüsen einen entsprechenden Befehl erhalten, kommt es zu einer erhöhten Talgproduktion. Wird zu viel Talg produziert, stellt dieser für Bakterien einen Nährboden dar. Kommt es in der Folge zu einer Ausbreitung der Bakterien, sondern diese wiederum Abfallprodukte ab und es kommt zu einer Reizung und Überaktivierung der Zellwände und Talgdrüsen. Hinzu kommt noch, dass der Lebenszyklus einzelner Hautzellen verkürzt ist. Eine übermäßige Abstoßung von toten Hautpartikeln führt dann zu einer Verhornung der Poren, wodurch das Abfließen des Talgs behindert wird. Die Poren verstopfen, dehnen sich aus und es bilden sich Mitesser.

Für die Entstehung von Mitessern sind – wie bereits erwähnt – eine Vielzahl an Ursachen denkbar. 

So spielt zum Teil die Veranlagung eine Rolle. Zwar wird unreine Haut nicht einfach vererbt, aber gewisse Voraussetzungen trotzdem. Je anfälliger die Haut ist und je sensibler die Talgdrüsen-Rezeptoren auf Veränderungen reagieren, umso mehr muss auf eine gründliche Pflege der Haut geachtet werden. Eine weitere mögliche Ursache kann die Ernährung sein. Mitesser sind dabei allerdings keine allergische Reaktion auf Lebensmittel, aber eine ungesunde Ernährung kann den Stoffwechsel negativ beeinflussen und oft zeigt sich das an der Haut.

So werden die Rezeptoren der Haut provoziert, wenn es beispielsweise zu einem Vitamin- und Mineralstoffmangel kommt. Gepaart mit dem Fett und anderen ungesunden Zusatzstoffen aus Lebensmitteln führt das zu Stress für den Organismus, worauf wiederum die Haut reagiert. Auch Stress im Allgemeinen, negative Umwelteinflüsse, Hektik im Alltag und Schlafmangel können zu einer Verschlechterung des Hautbildes führen. Kommt dann noch Bewegungsmangel hinzu, fährt der Kreislauf zurück und die Sauerstoffversorgung wird lahmgelegt – die Folge ist eine schlechtere Durchblutung der Haut, die dadurch zu Unreinheit neigt.

Eine – vor allem vielen Jugendlichen bekannte – Ursache ist zudem die Hormonumstellung zu Beginn der Pubertät. Der unausgeglichene Hormonhaushalt sorgt für überaktive Talgdrüsen – es bilden sich Mitesser und in der Folge Pickel und möglicherweise auch Akne. Frauen sind davon auch noch nach der Pubertät betroffen, denn ihr Hormonzyklus schwankt jeden Monat. So kann Akne, die sich aus Mitessern entwickeln kann, ein typisches Anzeichen für das Prämenstruelle Syndrom oder gar für bestimmte Krankheiten sein.

Doch nicht nur körperliche Ursachen kommen für die Entstehung von Mitessern in Frage. Auch eine unzureichende oder falsche Pflege der Haut kann die Bildung von Komedonen begünstigen. Während es bei Mädchen und Frauen eher ein Zuviel an Kosmetik ist, ist es bei Männern das Gegenteil. Bei Männern kommt außerdem das Rasieren als mögliches Problem hinzu. Werden für die Hautpflege sehr aggressive Präparate verwendet, wird die Haut zusätzlich strapaziert und trocknet aus. Um ein dadurch bedingtes Defizit an Hautfett und Hautfeuchtigkeit auszugleichen, entstehen durch eine verstärkte Talgproduktion vergrößerte Poren und Mitesser.

Wer bei Mitessern wartet, bis sie von allein verschwinden, riskiert eher die Entstehung von Pickeln und Akne. Deshalb ist es sinnvoll, die kleinen Plagegeister direkt zu behandeln als abzuwarten. Jedoch ist die richtige Behandlung von großer Bedeutung. Was für Pickel gilt, trifft auch auf Mitesser zu: Auf keinen Fall mit den Fingern ausdrücken!
Zwar geht das schnell und die kleinen schwarzen Punkte verschwinden, aber bereits vorhandene Bakterienherde können dadurch in tiefere Hautschichten gedrückt werden. Auch eine Übertragung neuer Bakterien über die Finger ist möglich. In der Folge bilden sich entzündete und oft auch tiefer sitzende Pickel oder auch Abszesse.

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Hautärzte raten meist zu einer Behandlung bei einer Kosmetikerin, denn das Entzündungsrisiko wird durch die dort möglichen Behandlungsmaßnahmen deutlich reduziert. Betroffene, die das Geld für eine kosmetische Behandlung nicht haben oder nicht ausgeben möchten, können beispielsweise medizinische Peelings mit Fruchtsäuren verwenden. Diese helfen bei der Entfernung stark verhornter oberer Hautschichten und können so verstopfte Poren öffnen, wodurch sich das Hautbild verbessert. Ohne Rezept sind zudem Präparate erhältlich, welche Benzoylperoxid enthalten.

Sie weichen verhornte Poren auf und hemmen so das Bakterienwachstum, wodurch Mitesser ausgetrocknet werden. Auf die Haut hat der Wirkstoff jedoch eine stark schälende Wirkung. Es kommt deshalb häufig zu Rötungen, Sonnenbäder sollten während der Anwendung derartiger Präparate mit Vorsicht genossen werden. Wer nicht auf teure Produkte aus der Apotheke zurückgreifen will, kann auch einige Hausmittel zur Behandlung von Mitessern verwenden. Mit einer Ausnahme – dem Arganöl – sind diese recht kostengünstig auch im Supermarkt erhältlich. Sie sind durchaus wirksam und eine gute Unterstützung im Kampf gegen die lästigen Unreinheiten der Haut.

Apfelessig 

Apfelessig ist ein rein natürliches Produkt, das besser als jedes chemisch hergestellte Gesichtswasser hilft. Der Essig trägt zu einer Verfeinerung der Poren bei und wirkt bei bereits vorhandenen Pickeln desinfizierend und entzündungshemmend. Wer zudem täglich ein Glas Apfelessig trinkt, trägt zur Entgiftung des Körpers bei und kann so Hautunreinheiten vorbeugen.

Arganöl 

Arganöl ist zwar recht preisintensiv, aber durchaus ein guter und vor allem natürlicher Creme-Ersatz. Das Öl zieht bei der Anwendung vollständig in die Haut ein, verstopft aber die Poren nicht. Es kann sogar zur täglichen Hautpflege verwendet werden, denn anders als andere Öle oder auch Cremes ist es nicht-komedogen und hält die Haut somit rein.

Backpulver und Haushaltsnatron 

Backpulver und Haushaltsnatron stellen die Basis für ein natürliches Peeling oder eine Maske dar. Das basische Milieu der Haut wird aufrechterhalten, die Poren werden auf sanfte Weise gereinigt und geklärt. Der Entstehung von Hautunreinheiten und Mitessern lässt sich so vorbeugen.

Dampfbäder 

Ein Dampfbad dient eher der Vorbereitung zur Entfernung von Mitessern. Es kann aber auch die Haut beruhigen und Pickeln vorbeugen. Durch Dampfbäder öffnen sich die Poren und der Selbstreinigungsprozess der Haut beginnt.

Masken aus Eiweiß und Honig oder Zimt und Honig 

Sowohl eine Mischung aus Eiweiß und Honig als auch eine Mischung aus Honig und Zimt können bei Mitessern hilfreich sein.
Die Eiweiß-Honig-Maske sollte etwa 30 Minuten nach dem Auftragen einziehen. Neben der Entfernung von Mitessern versorgt sie die Haut zudem mit einigen Nährstoffen.
Bei der Honig-Zimt-Maske ist etwas mehr Geduld gefragt, denn sie sollte mehrere Stunden lang einwirken. Das Ergebnis überzeugt aber, denn die Honig-Zimt-Mischung hat einen hautklärenden Effekt.

Heilerde 

Mit einer Maske aus Heilerde lässt sich das Hautbild innerhalb kürzester Zeit verbessern. Während der Trocknungszeit der Maske werden überschüssiger Talg sowie Komedonen und Bakterien von der Heilerde absorbiert. Heilerde bringt zudem den Stoffwechsel der Haut in Schwung und lässt Verletzungen schneller abheilen. Mit der Anwendung einer Heilerde-Maske einmal wöchentlich kann Pickeln und Akne optimal vorgebeugt werden.

Koch- oder Meersalz 

Koch- oder auch Meersalz stellt einen hervorragenden Zusatz für Gesichtsdampfbäder oder auch Peelings dar. Durch die Anwendung von Salz tritt eine leicht schälende Wirkung ein, wodurch bereits verstopfte Poren geöffnet und die Entstehung von neuen Mitessern verhindert werden.

Zitronensaft 

Zitronensaft kann ebenfalls gegen Mitesser hilfreich sein. Mit ihm können Peelings und Masken hergestellt werden.
Für das Peeling werden vier Tropfen Zitronensaft mit einem Esslöffel Zucker vermischt. Diese Mischung wird dann auf der Haut verrieben und im Anschluss gründlich abgewaschen.
Eine Maske lässt sich aus Zitronensaft, Naturjoghurt, Salz und Honig herstellen. Sie sollte für etwa 30 Minuten einwirken und kann bei regelmäßiger Anwendung Mitesser verschwinden lassen.

Teebaumöl 

Teebaumöl wird eine desinfizierende Wirkung nachgesagt. Es kann Verhornungen aufweichen und verletzte sowie entzündete Haut heilen. Mitesser haben so keine Chance.

Mitessern erfolgreich vorbeugen

Treffen einige ungünstige Faktoren aufeinander, können Mitesser und aus ihnen später auch Pickel und Akne entstehen. Gänzlich vermeiden lassen sich Komedonen vielleicht nicht, aber mit ein bisschen Glück kann die richtige Pflege sie eindämmen. Die folgenden Tipps können dabei helfen, Mitessern vorzubeugen:

Wer generell zu fettiger Haut neigt, sollte unbedingt auf eine gesunde ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Natürlich heißt das nicht, dass Naschereien verboten sind. Allerdings kann das Einhalten einiger Grundregeln (z. B. das Vermeiden von zu viel Zucker, Alkohol und Nikotin) dazu beitragen, die Entstehung von Mitessern zu vermeiden. Wer sich ausreichend bewegt, kurbelt den Kreislauf und auch die Durchblutung der Haut an. Zudem kann Bewegung den Stressabbau fördern. Das wiederum wirkt sich positiv auf das Hautbild aus. Sonnenbäder gelten als „heilend“. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass kein Sonnenbrand entsteht. Mit den bereits aufgeführten Hausmitteln können chemische Kosmetika ersetzt oder gut ergänzt werden.

Gerade Menschen mit empfindlicher Haut sollten auf möglichst natürliche Pflegeprodukte achten.Make-Up und auch Abdeckstifte sollte so sparsam wie möglich eingesetzt werden. Bestenfalls werden sie erst verwendet, wenn die Haut wieder rein ist. Immerhin verstopfen die abdeckenden Bestandteile die Poren und in den Tuben können sich nach einigen Wochen Bakterien ansammeln, die dann wiederum in die Poren gelangen. Es ist deshalb auch sinnvoll, öfter kleinere Mengen an Kosmetik-Produkten zu kaufen, um eine mögliche Bakterienübertragung einzudämmen.

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