Eine dieser 5 Pflanzen solltest du niemals im Haus haben

Wir Menschen lieben es, schöne Pflanzen im Haus stehen zu haben. Viele dieser Pflanzen sind jedoch nicht nur ein Hingucker, sondern zum Teil auch sehr giftig. Viele Eltern erschrecken geradezu, wenn ihnen berichtet wird, dass sie Pflanzen im Haus haben, die bei Verzehr oder bei Berührung gesundheitsschädliche Wirkungen entfalten können. Gerade Kinder lassen sich von den Früchten so mancher Pflanze täuschen und verzehren diese. Auch bei Tieren kommt es häufig zu Vergiftungen, weil sie giftige Pflanzenteile zu sich nehmen.

Die Amaryllis, der Ritterstern

Die Amaryllis kann mit ihren sattroten und prachtvollen Blüten bestechen. Jeder Blütenstand trägt zwei Blüten, die sich aus langen, schmalen Blättern zusammensetzen. Nach dem Verwelken der Blüten bleibt ein Fruchtknoten zurück. Die anziehende Pflanze kann bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auslösen, aber auch zu Apathie und Krämpfen führen. Die Zwiebeln des Rittersterns sind extrem giftig, bereits die Aufnahme von wenigen Gramm kann tödliche Folgen haben.

Die Calla

Eine sehr ausgefallene und aus dem südlichen Afrika stammende Kübelpflanze ist die Calla oder auch Zantedeschia aethiopica. Die Pflanze hat wunderschöne weiße Blüten, die bereits relativ früh im Jahr blühen. Darüber hinaus ist sie wenig anspruchsvoll und kann überwintert werden. Bedauerlicherweise ist die Calla giftig. Bereits die Berührung der Pflanze kann Irritationen (Hautrötungen oder Nesselfieber) hervorrufen. Durchfall, Fieber und Erbrechen treten auf, wenn der Pflanzensaft oral aufgenommen wird. Da der Saft der Blätter teilweise auch auf den Boden tropft, ist hier besondere Vorsicht in Bezug auf Kleinkinder und Haustiere geboten.

Birkenfeige oder auch Ficus benjamina

Die Birkenfeige ist ein immergrüner Strauch, der sehr hoch werden kann und dessen Blätter relativ klein sind. Oft ist sie in öffentlichen Gebäuden zu finden, teilweise auch in Kindergärten oder Altenheimen. Die Pflanze reinigt zwar die Luft von Schadstoffen, sie ist aber alles andere als ungiftig. Der Pflanzensaft, der beim Beschneiden aus der Pflanze austritt, kann allergische Reaktionen hervorrufen. Die Blätter sind schwach giftig, deren Verzehr führt in der Regel zu Unwohlsein und Bauchschmerzen. Bei Kleinkindern kann eine Vergiftung jedoch schwerwiegendere Folgen haben.

Kalanchoe, flammende Käthchen

Bei der Kalanchoe handelt es sich um ein sogenanntes Dickblattgewächs, das häufig an Muttertagen verschenkt wird. Ursprünglich ist die Pflanze in den tropischen Gebieten Asiens und Afrikas beheimatet gewesen. Sie ist sehr widerstandsfähig und nur wenig anspruchsvoll. Für Katzen ist die Pflanze aufgrund der enthaltenen Stoffe (Apfel- und Isocitronensäure) gesundheitsschädlich. Katzenhaushalte sollten daher eher Abstand von dem flammenden Käthchen halten.

Seidelbast

Der Seidelbast besitzt Blüten, die purpurrot werden können und nahezu direkt am Stamm anliegen. Die Färbung hat eine unheimlich anziehende Wirkung – insbesondere auf Kinder. Fast immer liegen die Blüten in Dreiergruppen zusammen. Obgleich der Seidelbast durch und durch giftig ist, sind seine circa einen Zentimeter großen Früchte besonders gefährlich, da sie zum Verzehr einladen. Im unreifen Zustand sind diese grünlich gefärbt und sitzen auch ganz nah am Stamm. Sind die Früchte ausgereift, werden sie komplett rot. Im Seidelbast (insbesondere in den Samen) ist das Gift Mezerein enthalten. Insgesamt reizt der Seidelbast sehr stark die Haut und führt zu der Ausbildung von Blasen und Entzündungen. Bei oraler Aufnahme folgen typische Magen-Darm-Beschwerden, unter Umständen können die Nieren geschädigt werden. Bei Erwachsenen führen etwa zehn Früchte zum Tode, bei Kindern erheblich weniger. Auch Tiere sind von der Pflanze gefährdet.

Die Quintessenz

Wir haben dir nun verschiedene Pflanzen vorgestellt, die bei Verzehr zu Vergiftungen führen können. Die Pflanzen variieren dabei in ihrer Giftigkeit. Viele verursachen Störungen des Verdauungstraktes, andere haben eine größere Toxizität und können etwa die Nieren schädigen. Einige Pflanzen können sogar tödliche Vergiftungen hervorrufen. Bei Kindern können bereits geringe Mengen zu katastrophalen Folgen führen. Ein hundertprozentiger Schutz existiert nicht, jedoch ist das Risiko im Haushalt zu minimieren. Entweder werden toxische Pflanzen gar nicht mehr gekauft oder an sichere Stellen positioniert. Dabei ist darauf zu achten, dass manche Blätter Pflanzensaft abgeben und dieser zu Boden tropfen kann. Außerdem können Teile der Pflanze herabfallen und dann ebenfalls aufgenommen werden.