Fußpilz Hausmittel: Kein Nagelpilz überlebt diese Hausmittel

Bist Du vor Kurzem einmal in der Schwimmhalle gewesen und hast Wochen später einen Fußpilz entwickelt? Fuß- und Nagelpilz sind nicht nur unschön, sondern auch hochgradig ansteckend. Bis Du den Pilzbefall endlich entdeckt hast, kann der Pilz sich unter der Haut einnisten und in aller Ruhe verbreiten. Hautpilz ist hartnäckig bei der Bekämpfung und erfordert eine erweiterte Hygiene. Vor allem aber kann der Hautpilz vom Nagel auf die Haut und umgekehrt „springen“. Außerdem kann Fußpilz chronisch werden.

Los wirst Du den lästigen Hautpilz so oder so erst nach längerem Kampf. In dessen Verlauf musst Du wirklich die allerletzte Pilzspore erwischen und unschädlich machen. Das ist meistens mit Fungizid-Sprays, speziellen Pilzsalben und Nageltinkturen der Fall. Manche Menschen möchten solche Mittel wegen ihrer schädigenden Eigenschaften nicht anwenden. Sie suchen nach unschädlichen, aber wirkungsvollen Hausmitteln, die auch ohne Giftgehalt funktionieren.

Ursachen, Symptome und konventionelle Behandlung in Kürze 

Der ansteckende Fußpilz, der auch andere Hautareale am Körper befallen kann, entsteht meistens durch Fadenpilze. Ursache für das Entstehen von Fußpilz oder Nagelpilz sind ein geschwächtes Immunsystem, Stress, ein beschädigter Säureschutzmantel der Haut, unzureichende Hygiene und Ansteckung. Eine feuchtwarme Umgebung, wie sie durch Kompressionsstrümpfe, Funktionssocken und Membranen in wasserdichten Schuhen entsteht, begünstigt die Entstehung von Fußpilz.

Die konventionelle Behandlung geschieht über innerlich oder äußerlich anwendbare Antimykotika. Bei hartnäckigen Fällen können beide Methoden in Kombination zur Anwendung kommen. Da es sich dabei um Fungizide oder Fungistatika handelt, sind diese nicht besonders beliebt bei vielen Menschen. Sie können unverträglich sein oder Nebenwirkungen haben, die mancher vermeiden möchte.

Unterschieden werden von den Ärzten verschiedene Formen des Fußpilzes. Du kannst bei
Fußpilz zwischen den Zehen von der interdigitalen Fußpilz-Form betroffen sein, oder einen verhornenden Fußpilz als squamös-hyperkeratotische Form an den Fußsohlen haben. Typisch ist dessen erstes Auftreten am Ballen und der Ferse. Auffallend ist auch eine starke Verhornung. Vor allem als Diabetiker wärst Du davon eher betroffen als andere. Die Mediziner sprechen bei dieser Form auch von einer „Mokassin-Mykose“.

Tritt der Fußpilz mit einer Bläschenbildung auf, handelt es sich um die vesikulöse-dyshidrotische Fußpilz-Form. Diese Form des Fußpilzes tritt aber relativ selten auf.

Konventionelle Therapieoptionen 

Die konventionelle Behandlungsstrategie besteht bei Fußpilz aus Fungiziden in Form von Salben, Lösungen, Cremes oder Sprays. Bei besonders hartnäckigen Fällen werden Tabletten gegeben, die den Pilzbefall von innen bekämpfen sollen. Die medizinischen Fungizide werden Antimykotika genannt. Sie haben allerdings im Unterschied zu den lokal aufzutragenden Pilz-Salben starke Nebenwirkungen. Sie zerstören vor allem die Darmflora und stehen im Verdacht, die Leber zu schädigen. Daher möchten viele Menschen möglichst unschädliche Methoden zur Hautpilzbekämpfung einsetzen.

Außerdem wird ärztlicherseits geraten, alles, was der erkrankte Fuß berührt, zu desinfizieren. Kommt Nagelpilz zum Fußpilz hinzu, gibt es zwei Formen von antimykotischen Lacken. Die eine entfernt den befallenen Nagel nach und nach. Das ist sehr unschön. Bei dem anderen muss der Fußnagelnagel mehrfach angeschliffen und mit einem wirkstoffhaltigen Lack lackiert werden. Das ist eine langwierige Behandlung, die manchmal trotzdem nicht zum Erfolg führt. Ein pilzgeschädigter Zehnagel ist erst nach einem Jahr vollständig nachgewachsen. Manche Menschen haben trotz sachgerechter Behandlung jahrelang mit Haut- und Nagelpilz zu tun.

Bewährte Hausmittel bei Fußpilz 

Gott sei Dank gibt es heutzutage zahlreiche bewährte Alternativen zur Antimykotika-Behandlung. Viele davon waren schon der Generation unserer Großmütter bekannt.

Knoblauch kann eine Fußpilzinfektion gleich auf zwei Ebenen behandeln: innerlich und äußerlich. Frischer Knoblauch gilt als sehr potentes natürliches Antibiotikum. Die antimykotischen und antibakteriellen Wirkstoffe des Knoblauchs sind insbesondere für die Behandlung von Fußpilz zwischen den Zehen geeignet. Dazu wird aus einer größeren Knoblauchzehe und etwas Olivenöl eine dicke Paste hergestellt. Diese wird auf den Fußpilz aufgetragen und wirkt eine Stunde lang ein. Danach wird die Paste abgewaschen. Das Prozedere wird täglich angewendet, bis der Fußpilz verschwindet. Da Fußpilzbefall auf ein schwaches Immunsystem hinweist, sollten dem geschwächten Organismus begleitend immunologische Unterstützungen geboten werden. Dazu weiter unten mehr.

Auch Essigsäure ist ein wirksames Mittel gegen Fuß- und Nagelpilz. Sie verhindert eine weitere Ausbreitung und beschleunigt das Abheilen. Im Verhältnis 1 zu 3 werden Wasser und Essig zusammengemischt – ein Glas Essig auf drei Glas Wasser – und als warmes Fußbad zubereitet. Darin badet man die Füße morgens und abends. Nach ein bis zwei Wochen sollte der Hautpilz verschwunden sein. Um die Behandlung punktuell oder bei Nagelpilz noch zu intensivieren, kannst Du einen Wattebausch in unverdünnten Haushaltsessig oder Apfelessig tunken. Den Wattebausch legst Du dann 15 Minuten zwischen die infizierten Zehen oder auf einen vom Pilz betroffenen Nagel.

Gewöhnliches Kochsalz ist ebenfalls ein beliebtes Hausmittel gegen Fußpilzbefall. In einem Liter warmem Wasser werden für ein Fußbad sieben Teelöffel Salz gelöst. Darin badest Du Deine Füße eine Viertelstunde lang. Die Füße sollten nach jedem Bad gründlich abgetrocknet werden, vor allem zwischen den Zehen. Dort wird nach dem Abtrocknen etwas Backpulver oder Kaiser Natron aufgestreut. Das darf aber nur geschehen, wenn dort keine offenen Hautstellen zu finden sind. Da Salz die Haut austrocknet, sollten sie regelmäßig eingecremt werden.

Teebaumöl hilft bei pilzbedingtem Juckreiz. Es hat außerdem starke antimykotische Eigenschaften. Somit eignet sich Teebaumöl zur Behandlung von Nagel- oder Fußpilz. Um daraus ein wirksames Fußpilz-Mittel zu machen, vermengst Du das Teebaumöl 1:1 mit Olivenöl und betupfst die betroffenen Hautareale zweimal täglich. Eine alternative Verwendungsmöglichkeit ergibt sich bei der Vermischung von drei Teelöffeln Teebaumöl mit einem Teelöffel Aloe Vera-Gel. Außerdem können 30 tropfen Teebaumöl in Dein Fußbad gegeben werden. Damit wird der lästige Hautpilz über mehrere Wochen bekämpft.

Ein bekanntes und beliebtes Mittel gegen Pilzbefall an den Füßen ist Grapefruitkernextrakt. Mit ihm kannst Du Deinen Haut- und Fußpilz zweimal am Tag auf natürliche Weise behandeln. Auch bei Nagelpilz ist Grapefruitextrakt wirksam. Unverdünnter Grapefruitextrakt wird dazu auf den betroffenen Hautstellen verteilt. Um die Sache noch zu intensivieren, kannst Du bei Pilzbefall vor dem Zubettgehen zwischen den Zehen pulverförmige Probiotika aufstreuen und danach Socken anziehen. Die Füße werden dann erst morgens gewaschen.

Kaum jemand würde in Zimt ein wirksames Mittel gegen Fußpilz sehen. Zimtpulver ist jedoch ein sehr altes und bewährtes Hausmittel gegen Hautpilz. Dazu nimmst Du einen Liter Wasser und versetzt diesen mit 5 Teelöffeln Zimtpulver. Nach dem Aufkochen sollte dieser Absud eine Stunde lang ziehen und dabei abkühlen können. Nun kannst Du die Flüssigkeit zum Betupfen Deines Fußpilzes nutzen – am besten mehrmals täglich. Die Flüssigkeit sollte immer eintrocknen können. Sie wird nicht abgetrocknet.

Joghurt kann einem Fußpilz ebenfalls zu Leibe rücken. Hier sind es die in ihm enthaltenen Bakterienkulturen, die den Pilz vertreiben. Nimm einen Naturjoghurt, der aktive Joghurtkulturen beinhaltet – zum Beispiel Aktivia. Trage ihn auf die betroffenen Hautareale auf und lass die Joghurt-Schicht eintrocknen. Danach kannst Du die Füße in lauwarmem Wasser baden und abtrocknen. Das Ganze wird zweimal täglich wiederholt.

Zwiebeln sind ebenfalls ein wirksames Antibiotikum und ein Antimykotikum. Zwei Zwiebeln werden dafür klein gehackt. Ihr Saft wird unter Druck in einem feinen Sieb herausgepresst und aufgefangen. Der Zwiebelsaft wird mit einem Watte-Pad auf die verpilzten Hautareale aufgetragen und darf dort einziehen. Danach kannst Du die Füße waschen, trocknen und mit Puder bestreuen. Trockene Füße sind wichtig, um den Pilzbefall zu stoppen. Diese Kur wird zweimal täglich angewandt. Nach einem bis zwei Monaten sollte der Pilz Geschichte sein.

Statt Schwarztee zu trinken, kann dieser auch gegen Fußpilz eine Wirkung zeigen. Seine Gerbsäure ist geeignet, um gegen Fußpilzbefall vorzugehen. Ein Liter schwarzer Tee wird in lauwarmem Zustand als Fußbad genutzt. Die Badezeit beträgt zweimal täglich eine halbe Stunde. Zur Intensivierung oder zur lokalen Anwendung zwischen den Zehen kannst Du angefeuchtete Teebeutel zwischen die Zehen legen.

Unsere Großmütter benutzten Backpulver, um den pH-Wert der Haut zu regulieren und die Füße trocken zu halten. Ersatzweise geht auch Kaiser Natron. Aus Natron/Backpulver und Wasser wird eine Paste hergestellt. Diese trägst Du mehrfach am Tag mit einem Watte-Pad zwischen den Zehen auf. Dort soll die Paste eintrocknen. Danach wird sie lauwarm abgespült. Das sorgsame Trocknen der Füße ist ebenso wichtig. Außerdem kannst Du Deine Füße auch vorbeugend mit Backpulver abreiben.

Lavendelöl oder Oregano-Öl sind bei Fußpilz ebenfalls wirksam. Dafür werden drei Tropfen Lavendelöl – alternativ Oregano-Öl – mit einem Teelöffel Olivenöl vermengt. Damit werden die befallenen Hautareale betupft. Nach 20 Minuten Einwirkzeit darf das Ganze abgewaschen werden.

Man muss nicht seinen Senf zu allem geben – aber falls welcher da ist, kann er gegen Fußpilz hilfreich sein. Auch Senf ist ein bewährtes Hausmittel bei Fußpilzinfektionen. Die Senfölglykoside sind es, die dem Fußpilz nicht behagen. Aus gewöhnlichem scharfem Senf, Senf-Öl oder Senfpulver kannst Du ein wirksames Fußpilzmedikament machen. Mit dem Senf, dem Senf-Öl oder einer Paste aus Senfpulver und Wasser bestreichst Du den Hautpilz. Nach einer halben Stunde Einwirkzeit können die Füße gebadet und sorgfältig abgetrocknet werden.

Was kannst Du bei Fußpilzbefall sonst noch tun? 

Das A und O der Fußpilz-Behandlung ist gute Hygiene. Der zweite wichtige Punkt ist, die Füße möglichst trocken zu halten. Alle getragenen und mit den Füßen in Berührung gekommenen Gegenstände, Handtücher und Kleidungsstücke müssen täglich desinfiziert werden. Jeden Tag frische Strümpfe anzuziehen, sollte ohnehin selbstverständlich sein. Wer Kompressionsstrümpfe, Funktionssocken und Membranschuhe trägt, sollte die Füße täglich waschen. Diabetiker sollten sie darüber hinaus täglich auf Wunden und Pilzbefall untersuchen, weil sie stärker als andere zu Fußpilz neigen. Mit Talkumpuder können die Füßen und Zehenzwischenräume trocken gehalten werden.

Auf der Ernährungsebene kannst Du Dein Immunsystem mit einer vitalstoffreichen Ernährung und Vitamin C stärken. Achte auch auf die Antioxidantien und eine intakte Darmflora. Ein intaktes Immunsystem hemmt Pilzwachstum. Eine proteinreiche Ernährung kann die Regeneration der befallenen Hautgewebe verbessern. Verzichte während der Behandlung auf Hefegebäck, weil das den Pilzbefall befördert. Vor allem wenn Dein Fußpilz schon chronisch ist, gilt diese Regel.